Wie Du mit extremen Emotionen umgehst – Achtsamkeit

Januar 14, 2016 0 Comments Ich-Training 1235 Views

Sicherlich hast du dich schon ein mal extrem aufgeregt. Es gibt einige Menschen, die durch Kleinigkeiten „blind vor Wut“ werden. Oft ärgern sie sich nach einer Weile über ihr Verhalten. Übliche Tipps, wie sich „runterfahren“ oder „entspannt bleiben“, bringen dir des Öfteren nichts .

Die Frage ist nun, was kannst du dafür tun, damit du so oft wie möglich Herr deiner Sinne bleibst?

Daniel Goleman spricht in seinem Buch „EQ – Emotionale Intelligenz“ von „Achtsamkeit“. Jon Karat-Zinn (Medical School der Universität Massachusetts) der mit Achtsamkeits-Training seine Patienten behandelt, definiert es wie folgt:
„ Achtsamkeit bedeutet, auf eine bestimmte Weise aufmerksam zu sein: absichtlich, im gegenwärtigen Moment und nicht urteilend.“.
Freud nannte Achtsamkeit, die „neutral schwebende Aufmerksamkeit“.

Aber was bedeutet „Achtsamkeit“ genau und wie integrierst du sie in deinen Alltag?

Oft ist es so, dass viele Problematiken theoretisch sinnvoll zu begründen sind. Der „Normalo“ kann leider eher wenig im Alltag mit den, ich nenne es mal, „geschwollenen“ Worten anfangen. Deswegen beschreibe ich es dir mit einem praktischen Beispiel:

Dich macht etwas wütend. Sei es wegen Freunden, Partner, Chatverläufen oder Eltern, die Wut/Zorn entsteht in dir. Es geht sogar so weit, dass dich dieses negative Gefühl durch deinen gesamten Tag trägt. Du bist deutlich schneller gereizt, egal worum es geht.

Was tust du nun?

Die, die schon über dieses Problem von schlechten Gedanken und Emotionen nachgedacht haben, sagen sich: „ich sollte dies nicht empfinden“, „Ich denke jetzt an etwas Schönes, um besser gelaunt zu werden“ oder „Bloß nicht daran denken“. Andere machen einfach nichts und fühlen sich ihrer Stimmung ausgeliefert.

Lösung „Achtsamkeit“

Es ist kontraproduktiv, die schlechte Laune zu unterdrücken oder dagegen anzukämpfen. Wie du sicherlich schon gemerkt hast, wird sie dadurch nicht weniger. Achtsamkeit bedeutet, dass du dir deiner Stimmung bewusst wirst. Um zum Beispiel zurückzukommen, sagst du dir: „Es ist Wut, was ich empfinde“. Es mag sich auf den ersten Blick lächerlich anhören, aber das ist der erste Schritt zur emotionalen Selbstkontrolle. Durch ignorieren oder reines ablenken, wird die negative Emotion meist noch tiefer unterbewusst verankert. Du tauchst darin ein und verlierst den Überblick.

„Es ist Wut, was ich empfinde“

Deine miese Stimmung wird dir durch das Benennen deiner Empfindung bewusst. Folglich nimmst du innerlich die „Beobachter – Position“ ein und kannst deutlich schneller Kontrolle über dein Verhalten gewinnen. Dein Gehirn sucht immer nach Antworten um deine Probleme zu beseitigen. „Achtsamkeit“ ist sozusagen die Antwort auf die Frage deines Gehirns: „Was ist das Problem?“. Deine Antwort lautet: „Es ist XY, was ich empfinde!“.

Fazit

Wie so oft im Leben, ist es auch bei deinen Emotionen sinnvoll, dass du dich den Tatsachen stellst. Probiere es in der nächsten Situation aus. Du wirst merken, dass du in Zukunft als Beobachter deiner Emotionen, deutlich entspannter agieren wirst.

Quelle: Daniel Goleman – Emotionale Intelligenz

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